In slowakischen Dörfern begannen Weihnachtsbäume erst im 19. bis 20. Jahrhundert aufzutauchen. Zuvor waren sie nicht Teil jedes Haushalts – häufiger wurden nur Zweige von Kiefern, Tannen oder Fichten geschmückt.
Die ersten Weihnachtsornamente waren meist handgemacht:
- getrocknete Früchte,
- Nüsse, in Gold- oder Silberfolie gewickelt,
- Papierketten und Sterne,
- Lebkuchen, Oblaten, Honigkuchen,
- in einigen Regionen auch Figuren aus Stroh, Teig oder Stoff.
Die Bäume wurden mit echten Kerzen geschmückt, was zwar gefährlich, aber gleichzeitig sehr zauberhaft war. In den Haushalten wurden auch Kerzen an den Fenstern, auf dem Tisch angezündet oder Öllampen verwendet.
Zu den traditionellen Elementen der Weihnachtsdekoration gehörten:
- Stroh oder Heu unter der Tischdecke auf dem Weihnachtstisch – eine Erinnerung an die Geburt Jesu im Stall,
- Getreide, Maisblätter, Ähren – ein Symbol für Fruchtbarkeit und Ernte,
- Bänder und Stickereien in traditionellen Farben (Rot, Weiß, Grün),
- Die Krippe, oft handgemacht aus Holz oder Papier, die ein markantes Dekorationselement war.
Die Ornamente wurden oft zusammen mit Kindern gebastelt – zum Beispiel Papierketten oder Engelchen aus Watte. Glasornamente waren sehr beliebt, gelangten aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts in die ländlichen Haushalte.
Interessant ist, dass in einigen Regionen der Weihnachtsbaum kopfüber von der Decke gehängt wurde – entweder um Platz zu sparen oder aus symbolischen Gründen.
Weihnachtsdekoration wurde früher nicht zu früh vorbereitet – meist erst am Vormittag des Heiligabends. Sie war